Wie teure Energie einfach so verpuffen kann.
Wie teure Energie einfach so verpuffen kann.

Druckluft ist eine der teuersten Energieformen. Umso wichtiger ist hier das Thema Energieeffizienz. In diesem KEFF Blogbeitrag erfahren Sie, welche Einsparpotenziale Sie bei Ihrer Arbeit mit Druckluft nutzen und ohne großen Aufwand umsetzen können.

Druckluft, man sieht sie nicht, riecht sie nicht und hört sie nicht. Darum ist vielen Handwerksbetrieben oft nicht bewusst, wie notwendig ein achtsamer Umgang mit Druckluft ist. Denn abhängig von der Betriebszeit der Kompressoren sind 60-80 % der Druckluft-Gesamtkosten Stromkosten. Viele Druckluftanlagen sind – man kann es kaum deutlicher sagen – haben eine Optimierung dringend nötig!

 

Wenn es leise „zischelt“ gehen bis zu 30% Energie flöten

Eine große Rolle spielen Leckagen bei der Druckluftverteilung. Die meist millimeterkleinen Löcher bleiben meist unerkannt, weil die Arbeitsgeräusche der Maschinen das leise Zischeln der entweichenden Luft übertönen. Wie entstehen Leckagen? Zum Beispiel durch undichte Schraub- und Flanschverbindungen, Schläuche, Armaturen, durch alte, korrosionsgeschädigte Leitungen, durch Leckagen im Kompressorinneren, durch fehlerhafte Kondensatableiter, durch falsch installierte oder defekte Trockner, Filter und Wartungseinheiten. Schon ein Leck von nur einem Millimeter Durchmesser kostet Sie 240 Euro pro Jahr. Sie sehen: Das regelmäßige Suchen und Beseitigen von Leckagen wird sofort mit barer Münze belohnt. Erster Schritt: Achten Sie, wenn alle Maschinen still stehen, auf  Pfeifgeräusche. Mit einem Lecksuchspray können Sie die Leckage dann ganz genau orten. Wir haben beim KEFF Check immer ein Ultraschallgerät dabei. Damit lassen Leckagen sich schnell und zielsicher aufspüren.

 

Woran Sie Leckagen noch erkennen

Wenn sich die Betriebszeiten Ihrer Kompressoren deutlich erhöhen, ist das schwer verdächtig. Dann haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit Lecks. Prüfen Sie außerdem, ob bei Verbrauchern oder Werkzeugen Druckluft zu lange oder über zu große Öffnungen abgeblasen wird.

 

Sorgen Sie für ein angemessenes Druckniveau

Häufig wird ein zu hohes Druckniveau eingestellt. Zum Beispiel wegen Sicherheitszuschlägen, Druckverlusten im System oder einfach nur mangels genauer Kenntnisse über den tatsächlich benötigten Druck.  Doch unangemessen hohe Drücke gehen richtig ins Geld – mit jedem Bar erhöht sich Ihr Energieverbrauch um 6 bis 10%. Tipp: Fahren Sie Ihre Kompressoren nicht immer mit „Vollgas“, sondern stellen Sie sie auf den tatsächlich im Betrieb notwendigen Druck ein. Hier steckt enormes Spar-potenzial drin! Beispiel: Eine Druckreduktion von 13 bis 15 bar auf 8 bis 10 bar verringert den Stromverbrauch um rund 30%. Außerdem wird der Kompressor geschont.

 

Leerlaufzeiten minimieren

Schraubenkompressoren verbrauchen im Leerlauf ohne Druckluft-lieferung circa 30 % ihres Energiebedarfs. Der mehrfache Wechsel pro Minute zwischen Lastbetrieb und Leerlauf hat außerdem einen hohen Motorverschleiß zur Folge. Um die Leerlaufzeiten zu minimieren, sollten Sie den Kompressor außerhalb der Betriebszeiten (nachts, an Feiertagen und an Wochenenden) abschalten! Eine Zeitschaltuhr automatisiert diese Maßnahem. So schonen Sie Ihren Geldbeutel und gleichzeitig den Kompressor. Ein Hauptabsperrventil ist dabei ebenfalls sinnvoll, damit der Trockner bei Betriebsbeginn nicht von einer zu großen Druckluftmenge „geflutet“ wird.

 

Weitere „Sparschrauben“ für Druckluftbetreiber

Erhöhen Sie den Taupunkt, indem Sie die Feuchte in der Druckluft begrenzen. Je trockener die Luft sein muss, desto höher der Energieaufwand für die Trocknung. So können Sie 2-5% Strom sparen. Eine übergeordnete Regelung stellt automatisch die Auswahl des am besten geeigneten Kompressors sicher. Sparpotenzial: 10-25%. Moderne Drucklufterzeuger mit geringen Spaltverlusten und hohen Wirkungsgraden der Elektromotoren können bis zu 25% einsparen. Verblüffend aber wahr: Die Kompressoren produzieren als „Abfallprodukt“ Wärme. Bis zu 90% der elektrischen Leistungsaufnahme eines Kompressors können zur Beheizung genutzt werden. Und es gibt noch weitere Möglichkeiten die Druckluftkosten zu senken. Interessiert? Rufen Sie einfach Ihren KEFF Effizienzmoderator an und vereinbaren Sie einen Termin zum kostenlosen KEFF Check.

 

Das Wichtigste zum Schluss: Energieeffizienz wird großzügig gefördert und bezuschusst.

Energie und CO2 – weniger ist mehr! Sprich: Je weniger Energie  Ihr Betrieb benötigt, desto mehr wird Ihre Investition, zum Beispiel in Maßnahmen zur Reduzierung Ihrer Druckluftkosten, gefördert und mit barem Geld bezuschusst – bereits bei kleinen Investitionssummen. Was zählt, ist die Einsparung. Schon ab 10 % weniger Energieverbrauch können Sie Förderungen und Zuschüsse erhalten.

 

Fragen Sie doch einfach Ihren KEFF Effizienzmoderator. Er führt Sie sicher durch den „Förder- und Zuschussdschungel“ und empfiehlt Ihnen die für Ihren Betrieb richtigen Programme. 

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